Teaser Information

KOSTÜMBILD

Das Kostüm

als anleitung zum spiel
zur unterstützung des charakters
durch darsteller zu bespielende architektur
eine symbiose mit der rolle

Das Kostüm verbindet die SchauspielerInnen mit dem zu verkörpernden Charakter, der Inszenierung, dem Licht und dem Szenenbild, es bettet sie in eine fiktive Welt ein, und hilf ihnen ein Teil davon zu werden.

Was können Kostüme leisten?

Das Kostüm gibt einer Figur die äußere Gestalt und muss zugleich aus ihr selbst heraus entwickelt werden. Die Kleider sind ja das, was einem die Zeit, der Beruf, das Geld, aber auch die Stimmung, die Eitelkeit, die Geltungssucht, die Bescheidenheit, das Glück und die Not auf den Leib schneidern.
In Kleidern kann Nacktheit verborgen und zur Schau gestellt werden. Suchen wir Schutz oder wollen wir uns selbst durch unser Kleid hindurch zum Leuchten bringen?

Rollenkonzept, schauspielerische Leistung und die gestalterische Imagination des/der KostümbildnerIn erschaffen gemeinsam eine Figur, deren Lebendigkeit und Überzeugungskraft sich auf der Leinwand zu bewähren haben.

Das Kino im Schrank

(Melanie Hillmer "Film und Mode/Mode und Film")

Jeder von uns hat seine Geliebte im Schrank: Mode, die wir dem Film entnehmen, um unsere Alltagsrolle zu spielen. Federboa und Trenchcoat, das kleine Schwarze und die schwarze Lederjacke gingen über den Laufsteg der bewegten Bilder und spulten sich in unsere Träume ein.
Die Kleider unsterblicher Stars und lang erloschener Sternchen dienten als Schnittmuster und Identifikationsmodelle für Wunschträume, Alpträume und Dinge, an die man bis dahin im Traum nicht dachte. Die Hüllen waren loszulösen aus ihrem Kontext. Es war möglich, in das Kostüm von Marlene, Humphrey, Audrey und James hineinzuschlüpfen und ihre Kleidersprache mit unseren Körpern zu sprechen. Wir spielten die Kopie, die Variation, die Improvisation und auch die Parodie. Wir liebten das Spiel, denn, so Oskar Wilde, es ist so viel wirklicher als das Leben.



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